mediewerkstatt

SONNTAG 20.12.2014 21.55 ORF2

Live zeitversetzt aus der Wiener Staatsoper:

RIGOLETTO


Piotr Beczala und Simon Keenlyside verkörpern den Herzog von Mantua sowie den verkrüppelten Hofnarren.
Ihnen zur Seite steht Erin Morley als Gilda.


Der koreanische Spitzendirigent Myung-Whun Chung, der 2011 sein Staatsoperndebüt als Dirigent von "Simon Boccanegra" feierte, übernimmt die musikalische Leitung, Pierre Audi zeichnet für die Regie verantwortlich.

Die Fernsehregie übernimmt Felix Breisach und ermöglicht somit dem Fernsehpublikum eine Teilnahme an der Premiere
in der Wiener Staatsoper.

Durch den Abend führen Barbara Rett und Peter Schneeberger.
Mittels persönlicher Interviews mit den Solisten werden dem Publikum Einblicke hinter die Kulissen einer Opernpremiere ermöglicht.

"Rigoletto" zählt heute wohl zu den tragischsten Werken der Operngeschichte und begründete 1851 Verdis Weltruhm als Opernkomponist. Nach mehr als 30 Jahren bringt das Haus am Ring in der Regie von Pierre Audi eine szenische Neuinterpretation des Opernklassikers auf die Bühne.

Komponiert in den politisch brisanten Jahren um 1850 orientiert sich das musikalische Drama an Victor Hugos Skandalstück
"Le Roi s’amuse", dessen dramaturgische Ausgangsbasis höchst gesellschaftskritisch ist. In einer Welt des Werteverlustes,
einer Gesellschaft des Amüsements, deren Moral zerrüttet ist, bildet sich das spannende Dreigestirn aus dem Herzog von Mantua,
den Hofnarren Rigoletto und seiner Tochter Gilda.

Zwischen Verrat, Rache und der mahnenden Autorität des Vaters entpuppt sich alsbald eine Suche nach der wahren Liebe.
Selbst nach mehr als 160 Jahren nach der Uraufführung am La Fenice in Venedig haben die dramatischen Szenen
am Ende des 2. und 3. Aktes sowie die zynische Arie des Herzogs "La donna è mobile" nichts an Aktualität und Beliebtheit verloren.